Säulen einer guten Altersvorsorge für finanzielle Freiheit im Ruhestand

Säulen einer guten Altersvorsorge für finanzielle Freiheit im Ruhestand

29. Januar 2021 2 Von Stefan von aktiengott.de

Um später im Ruhestand keine finanziellen Sorgen zu haben solltest Du dich frühzeitig mit Deiner Altersvorsorge beschäftigen. Im jungen Alter, etwa als Berufseinsteiger ist das Thema Altersvorsorge noch in weiter Ferne. Das ist auch Verständlich, schließlich möchten die meisten jungen Erwachsenen Ihre ersten Gehälter bzw. Einnahmen liebe für andere Dinge wie ein Auto, Handys, oder die Freizeit ausgeben. Das Ausgehen mit Freunden in Clubs, Bars, Diskotheken oder in den Biergarten im Sommer kostet natürlich Geld. Trotzdem ist es wichtig,. dass Du dich bereits in jungen Jahren mit der Vorsorge für später beschäftigst. Aber was genau sind die Säulen einer guten Altersvorsorge für finanzielle Freiheit im Ruhestand?

Altersvorsorge für finanzielle Freiheit – Die drei Säulen

Im Grunde genommen besteht eine gute Altersvorsorge aus den drei Säulen Basisvorsorge,. Zusatzvorsorge und Kapitalanlageprodukte bzw. sonstige Vorsorge. Jede dieser Säulen kann mit unterschiedlichen Produkten gestaltet werden um eine Altersvorsorge für finanzielle Freiheit im Alter zu ermöglichen.

Im Jahr 2005 hat der Gesetzgeber die Säulen der Vorsorge neu geordnet. Damit ist gemeint, dass Beiträge in Produkte jeder Säule auf unterschiedliche Art und Weise staatlich gefördert werden. Auch die steuerliche Behandlung unterscheidet sich.

Es ist jedoch so, dass Produkte die staatlich gefördert sind im Regelfall gewissen Einschränkungen bezüglich Deiner Freiheitsgrade unterliegen. Was bedeutet das konkret? Es gibt Produkte, die zwar staatlich gefördert sind (z.B. durch Zulagen), du das Geld aber später nicht einfach Abrufen kannst. Vielmehr ist dann u.U. verpflichtend geregelt, dass Dir an Stelle des angesparten Kapitals eine lebenslange Rente gezahlt wird.

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Erste Säule der Altersvorsorge
Die Basisvorsorge

Das vielleicht wichtigste Standbein der Vorsorge ist die Basisversorgung. Hierbei handelt es sich um die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV). Die GRV ist eine Pflichtversicherung die gesetzliche verankert ist. Das bedeutet, dass sämtliche ArbeitnehmerInnen die gegen Entgelt beschäftigt sind der Versicherungspflicht unterliegen. Neben Angestellten und Arbeitern fallen zum Beispiel auch Wehrdienstleistende darunter. Es gibt aber auch Selbständige die unter bestimmten Voraussetzungen in die Versicherungspflicht der gesetzlichen Rentenversicherung fallen. Nur Beamte, die auf Grund Ihrer Tätigkeit für den Staat von der Versicherungspflicht befreit sind können freiwillig die Mitgliedschaft in der GRV beantragen.

Basisversorgung
Deutsche Rentenversicherung (DRV)
Berufständische Versorgungswerke
Landwirtschaftliche Alterskassen
Beamtenversorgung
Basisrente / RürupRente

Die Pflichtversicherung hat für Dich auch zur Folge, dass du nicht nur automatisch versichert bist, sondern Du bist auch verpflichtet Beiträge hierfür zu bezahlen. Diese werden dir als Angestellter Arbeitnehmer direkt vom Bruttolohn abgezogen. Der Arbeitnehmer zahlt ebenfalls seinen Anteil.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist somit ein umlagefinanziertes System. Die jüngere Generation bezahlt mit Ihren Beiträgen die Rente der aktuellen Rentner.

Zweite Säule der Altersvorsorge
Die Zusatzversorgung

Das Niveau der ersten Säule, der Basisversorgung nimmt seit Jahren immer weiter ab. Damit wird auch die gesetzliche Rente, die Du im Alter erwarten kannst immer niedriger. Einer der Gründe hierfür ist die immer weiter steigende Lebenserwartung. Die Menschen werden durch den medizinischen Fortschritt immer älter, gleichzeitig nehmen die Geburten ab. Im Umkehrschluss zahlen immer weniger Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ein und das Rentenniveau sinkt.

Aus diesem Grund solltest Du auf jeden Fall darüber nachdenken, ob nicht auch für Dich die Notwendigkeit einer zusätzlichen Vorsorge besteht. Nachdem der Staat verhindern möchte, dass seine Bürger später auf Grund niedriger Renten in die Altersarmut fallen unterstützt er Dich bei deiner Zusatzversorgung. Hierfür stehen dir verschieden Produkte von Lebensversicherern zur Verfügung.

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Zusatzversorgung
Direktversicherungen
Pensionskassen
Pensionsfonds
Unterstützungskassen
Pensionszusagen
Riester Rente
Zusatzversorgung

Dritte Säule der Altersvorsorge
Kapitalgedeckte private Vorsorge

Im Gegensatz zur umlagefinanzierten Gesetzlichen Rentenversicherung ist die private Vorsorge kapitalgedeckt. Vereinfacht heißt das, dass Deine Beiträge auch dein eigenes Kapital aufbauen. Zur privaten Altersvorsorge gehören neben Kapitalanlageprodukten wie Aktien, Fonds oder ETFs auch Versicherungsprodukte wie eine private Rentenversicherung, eine Unfallversicherung, eine Berufsunfähigkeits- oder auch Pflegeversicherung.

Private Vorsorge / Kapitalanlageprodukte
Aktien
Investmentfonds & ETFs
Rentenversicherungen
Unfallversicherungen
Pflege- und Berufsunfähigkeitsversicherungen
Private Vorsorge
Lebensversicherungen

Altersvorsorge und Private Vorsorge für finanzielle Freiheit – Fazit

Auf einem Bein zu stehen ist immer schwieriger als auf beiden Beinen. Bei der Altersvorsorge solltest Du Dich allerdings sogar auf drei Standbeine stellen, damit du im Alter weiter unbeschwert mit entsprechendem finanziellen Polster leben kannst.

Auch wenn es in jungen Jahren wegen des meist noch niedrigeren Verdienstes schwerer fällt für das Alter vorzusorgen solltest Du doch frühzeitig damit anfangen. Der Grundsatz hier lautet, je früher desto besser. Auch die Art deiner Anlage solltest Du mit Bedacht wählen. Schließlich befinden wir uns in einer Phase niedrigster Zinsen. Du sollest Dir daher auch eine Altersvorsorge suchen, die langfristig entsprechende Renditen für dich erwirtschaften kann. Hier können Aktien, Fonds und ETFs eine gute Idee sein. Im Übrigen bieten auch zahlreiche Lebensversicherer Rentenpolicen mit Investmentfondsanlagen an.

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