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Einlagensicherung – Wie sicher ist Sparbuch und Dein Depot?

Einlagensicherung - Wie sicher ist Sparbuch und Dein Depot?

Für viele Anleger sind Spareinlagen, also die Geldanlage auf einem Sparbuch, dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto oder auch der Sparbrief der Bank eine weiterhin beliebte Anlageform. Der Grund darin dürfte in der hohen Sicherheit liegen, die diese Produkte durch die Einlagensicherung bieten. Was es mit der Einlagensicherung auf sich hat, und wie sicher Dein Geld tatsächlich ist, erfährst Du im folgenden Beitrag.

Welche Arten von Einlagensicherung gibt es überhaupt?

Zunächst muss zwischen zwei Sicherungsarten unterschieden werden. Zum Einen gibt es die gesetzliche Einlagensicherung, zum Anderen die (oft zusätzliche) freiwillige Einlagensicherung. Ein staatliches System und ein privat organisiertes System.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche oder auch staatliche Einlagensicherung ist im Grunde genommen eine Garantie, die der Staat für Deine bei einer Bank oder Sparkasse angelegten Spareinlagen abgibt. Der Staat haftet also mit seinem Wort dafür, dass Du im Falle einer Insolvenz eines Geldinstitutes Deine angespartes Kapital zurück erhältst.

Gesetzlich geregelt ist dies im Einlagensicherungsgesetz (EinSiG). Hier ist auf festgelegt, dass Einlagen bis zu einer Summe von 100.000 Euro je Bank und Kunde im Falle eine Insolvenz des Geldinstitutes abgesichert sind.

Die freiwillige Einlagensicherung

Oftmals sichern Banken, Sparkassen oder Kreditinstitute die Einlagen Ihrer Kunden zusätzlich zur gesetzlichen Regelung weiter ab. Diese Absicherung nehmen die Geldinstitute über den sogenannten Einlagensicherungsfonds der Bankenverbände vor. Kurz gesagt zahlen Banken in den Sicherungsfonds ein, um im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Instituts die Kunden entsprechend entschädigen zu können.

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In welcher Höhe die freiwillige Einlagensicherung stattfindet, dass können die Banken jeweils selbst bestimmen. Allerdings gibt es hierfür auch eine Höchstgrenze, denn die maximale Absicherung darf 15% des Eigenkapitals der Bank nicht überschreiten. Spätestens im Jahr 2025 soll die freiwilligen Einlagensicherung dann höchstens 8,75% des Eigenkapitals der Bank betragen dürfen.

Welche freiwilligen Einlagensicherungsmodelle gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es zwei verschiedene Modelle zur freiwilligen Absicherung von Kundeneinlagen. Privatbanken sichern Ihre Kunden in der Regel über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. ab. Öffentliche Banken wie etwas Sparkassen nutzen zur Absicherung den Einlagensicherungsfonds Öffentlicher Banken Deutschlands (VöB).

  • Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.
  • Einlagensicherungsfonds Öffentlicher Banken Deutschlands
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Was musst Du im Falle der Insolvenz Deiner Bank tun?

Selbst sofern die unglückliche Lage eintritt, dass genau die Bank insolvent geht, bei der Du Spareinlagen hast, musst Du Dich nicht selber darum kümmern das Geld zurück zu erhalten. Die jeweils zuständige Einlagensicherungseinrichtung informiert nach einer Insolvenz sämtliche betroffene Anleger und übernimmt im Anschluss auch die Auszahlung der entsprechenden Gelder an die Kunden. Im Übrigen werden die Einlagensicherungseinrichtungen von der Bundesaufsicht für FInanzen (BaFin) beaufsichtigt, damit hier alles mit Rechten Dingen zugeht.

Gilt die gesetzliche oder freiwillige Einlagensicherung auch für Wertpapiere?

Wertpapiere, also Aktien, Fonds, Exchange Traded Funds (ETF) oder auch Anleihen sind keine Einlagen. Aus diesem Grund ist auch eine Absicherung über die Einlagensicherung überhaupt nicht möglich. Hinzu kommt, dass eine Sicherung dieser Vermögenswerte auch nicht notwendig ist. Denn Aktien oder Fonds werden von Banken und Brokern nur verwahrt. Der Besitzer bis weiterhin Du als Anleger.

Wird eine Bank zahlungsunfähig und muss tatsächlich abgewickelt werden, so kannst Du Wertpapiere, die sich in deinem Depot befinden im Regelfall verlustfrei einfach an einen anderen Broker Deiner Wahl übertragen.

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Einlagensicherung bei Europäischen Banken

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Europäischen Union wurden inzwischen einheitliche Regelungen geschaffen, um Kundeneinlagen abzusichern. Seit einiger Zeit gilt für Banken mit Sitz in der Europäischen Union ebenfalls eine harmonisierte Einlagenabsicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Bank und Kunde.

Hintergrund der Einführung einheitlicher Regelungen innerhalb der EU ist, die Stabilität innerhalb der Gemeinschaft zu wahren. Alle Mitgliedsländer der Europäischen Union sind gemäß EU-Vertrag dazu verpflichtet, eine nationale Einlagensicherung einzuführen.

  • einheitliche harmonisierte Regelung innerhalb der EU
  • Einlagensicherung auf nationaler Basis bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank

Insolvenz einer europäischen Bank – Wie kommst Du an Dein Geld?

Für den Fall, dass Du Gelder bei einer Europäischen Bank investiert hast, diese aber Pleite geht ist das Verfahren ähnlich wie in Deutschland. Du selbst brauchst dich nicht darum zu kümmern, das Geld wieder zu erhalten. Auch musst Du dich nicht der der ausländischen Einlagensicherungseinrichtung auseinander setzen. Die Abwicklung und auch die Rückzahlung von Geldern wird über das deutsche Sicherungssystem vorgenommen.

Fazit – Einlagensicherung in Deutschland und der EU

Bis zu einer Summe von 100.000 Euro pro Bank und Kunde sind Deine Geldeinlagen auf Sparkonten abgesichert. Selbst im Falle einer Insolvenz erhältst Du Dein Geld zurück, entweder über den Einlagensicherungsfonds, oder aber durch die vom Staat ausgesprochene gesetzliche Einlagensicherung.

Wer mehr als 100.000 Euro Vermögen besitzt, und dieses Kapital auf Einlagekonten angelegt hat, sollte darüber nachdenken, das Geld zumindest auf mehrere Institute aufzuteilen. Zu viel Kapital sollte ohnehin nicht auf Konten liegen, die meist geringe Rendite erwirtschaften. Wertpapiere, Aktien oder auch Anleihen bringen langfristig meist eine höhere Renditechance mit sich.

Für Wertpapiere brauchst du wie beschrieben keine Einlagensicherung für den Fall einer Insolvenz deines Wertpapierbrokers.

Stefan von aktiengott.de

Ich beschäftige mich seit 1995 intensiv mit Aktien, der Börse und Finanzen im Allgemeinem. Mein Wissen, das ich sowohl beruflich als auch privat erworben habe gebe ich gerne an andere weiter!

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