• Mo. Jan 30th, 2023

aktiengott.de

einfach himmlisch traden

Geld parken in Anleihen – eine gute Festgeld-Alternative?

Geld parken in Anleihen - eine gute Festgeld-Alternative?

Inzwischen wird wieder offen von der Zinswende gesprochen. Für Tages- und Festgeldanleger klingt das zunächst auch nach einer guten Nachricht. Schließlich haben Sparer eine lange Durststrecke hinter sich. Jahrzehntelang kannten die Zinsen nur eine Richtung. Das Erwirtschaften einer attraktiven Rendite war auf Einlagenkonten nahezu unmöglich. In den letzten Monaten hat die EZB die Leitzinsen jedoch mehrmals erhöht und sorgt damit auch bei Tages- und Festgeldangeboten für höhere Zinsen. Doch es gibt auch ohne Angebote der Bank Möglichkeiten, eine marktgerechte Verzinsung zu erzielen. Geld parken in Anleihen könnte eine davon sein.

Banken geben EZB-Zinserhöhungen nicht vollständig weiter

Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen auf nun 2,00% anpasst. Insgesamt vier Zinsschritte nach oben gab es auf Grund der steigenden Inflation in den letzten Monaten. Zuletzt hatte der Zinssatz für Einlagen bei der EZB noch bei -0,05% gelegen.

Doch trotz der steigenden Leitzinsen scheinen Banken und Sparkassen die Zinserhöhungen nicht an Endkunden weiterzugeben. Das erhöht natürlich die Margen der Bank, bringt dem Kunden aber nichts. Zumal die Inflation die niedrigen Einlagenzinsen der Banken übersteigt und am Ende des Jahres rechnerisch eigentlich kein wirklicher Ertrag übrig bleibt.

Gibt es Alternativen zur Festgeldanlage?

Wenn Du nicht darauf warten möchtest, bis die Angebote für Tagesgeld, Sparbriefe oder Festgelder weiter anziehen, macht es Sinn sich nach Alternativen umzusehen. Wer jetzt meint, dass es nicht wirklich Alternativen zu sicheren Einlagekonten gibt, der irrt!

Weiter lesen  Bundestagswahl 2021: Wen sollte ein Anleger wählen?

Ein Blick auf kurzlaufende Bundesanleihen hat mir gezeigt, dass Geld parken in Anleihen derzeit nicht unattraktiv ist. Insbesondere Anleihen, die eine Laufzeit von etwa einem Jahr haben, bieten eine Verzinsung zwischen 2,00% und 2,20% p.a.!

Eine Bundesanleihe ist keine Spareinlage. Deshalb ist für die Ermittlung Deiner Rendite auch die Berücksichtigung weiterer Faktoren wichtig. Zum Einen werden Anleihen in ein Wertpapierdepot gekauft. Sprich, Du musst hierfür eine Kauforder bei deinem Broker aufgeben. Ein Kauf, und auch ein ggf. späterer Verkauf verursacht Orderkosten bzw. Transaktionsgebühren. Gerade bei kleineren Summen solltest Du diese Kosten nicht vernachlässigen. Zum Anderen ist es wichtig, beim Kauf auf den sogenannten Spread zu achten. Als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs (Geld- und Briefkurs) am jeweiligen Börsenplatz.

Kostenbetrachtung beim Anleihekauf

Kosten spielen für Deine spätere Rendite eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kosten, desto niedriger ist am Ende der Ertrag. Betrachten wir die Kosten einfach am Beispiel einer Anleihe, die Du für einen Nominalwert von 20.000 Euro erwirbst.

Anlagesumme 20.000 Euro im Beispiel

Anlagesumme Nominal20.000 EUR
Spread z.B. 0,02 %4,00 EUR
Orderkosten / Provision14,90 EUR
sonstige Kosten (z.B. Limitkosten)4,90 EUR
Beispielhafte Gesamtkosten für den Anleihenkauf23,80 EUR
Beispielhafte Gesamtkosten eines Anleihenkaufs

Geld parken in Anleihen – Wie finde ich Bundesanleihen

Im Internet gibt es diverse Möglichkeiten, die für dich passenden Anleihe zu finden. Eine recht einfache Möglichkeit ist neben dem Finanzportal onvista.de der Anleihen Finder der Börse Stuttgart. Dort kannst Du ganz bequem die für Dich wichtigen Kriterien eingeben. Suchst Du wie von mir beschrieben nach einer kurzlaufenden Bundesanleihe, so solltest Du folgende Punkte in der Suche vorgeben:

  • Emittent (Herausgeber der Anleihe
  • Anleihentyp (Staatsanleihe)
  • Laufzeit (wie lange läuft die Anleihe bis zur Endfälligkeit)
Weiter lesen  FED Leitzinserhöhung lässt die Kurse fallen

Geld parken in Anleihen – Fazit

Wie Du siehst, für eine eher kurzfristige Geldanlage muss es nicht immer eine klassische Spareinlage sein. Auch das Geld parken in Anleihen ist eine gute Möglichkeit, sofern es sich um bonitätsstarke Emittenten mit guten Rating handelt, wie es etwa bei einer Bundesanleihe der Bundesrepublik Deutschland der Fall ist.

Auch wenn Anleihen eine Alternative darstellen sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass auch hier die Renditen im Moment keinesfalls die Inflation ausgleichen. Durch die hohe Teuerung wird Dein Geld auch bei einer Anlage in Bundesanleihen de facto ein Stück weit entwertet. Persönlich investiere ich den größeren Teil meiner Geldanlagen in Aktien, Fonds oder auch Immobilien.

Es erfolgt keine Anlageberatung oder Steuerberatung. Der Artikel stellt keine Empfehlung zum Kauf-, Verkauf oder Halten des Wertpapiers / Anlageinstruments dar. Es besteht ein Verlustrisiko, bis hin zum möglichen Totalverlust! Du solltest nur mit zu deiner persönlichen Situation angepasstem Kapital handeln. Zum Zeitpunkt des Artikels hält der Autor keine Anteile der vorgestellten Assets. Es wird keine Haftung für Fehler oder Irrtum im Beitrag übernommen, ebenso gibt es keine Garantie für die Vollständigkeit des Artikels. Lies auch die Risikohinweise bei Wertpapierinvestments. Es handelt sich um einen rein redaktionellen Beitrag der die persönliche Meinung des Autors wieder spiegelt.

Bei den mit Sternchen** versehenen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate oder Werbelinks. Wir erhalten bei einem erfolgreichen Klick oder Sale eine geringe Provision vom Anbieter. Dies hat jedoch keinerlei (negative) Auswirkungen auf dein Angebot.

Teile diesen Beitrag

Stefan von aktiengott.de

Ich beschäftige mich seit 1995 intensiv mit Aktien, der Börse und Finanzen im Allgemeinem. Mein Wissen, das ich sowohl beruflich als auch privat erworben habe gebe ich gerne an andere weiter!

Ein Gedanke zu „Geld parken in Anleihen – eine gute Festgeld-Alternative?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert