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Was sind geschlossene Beteiligungen?

Geschlossene Beteiligungen sind Finanzinstrumente, bei denen Du als Anleger in ein Unternehmen oder eine bestimmte Anlage einsteigst, die Anteile mit denen Du dich etwa an einem Unternehmen oder einem Projekt beteiligst, nicht an der Börse gelistet sind. Diese können somit auch von Marktteilnehmern nicht über einen Börsenplatz gehandelt werden. Das ist auch der Grund, warum diese Anlageklasse als „geschlossen“ betrachtet wird.

Geschlossene Beteiligungen – Wer investiert und wo wird investiert?

In geschlossene Beteiligungen investieren hauptsächlich institutionelle Anleger. Aber auch vermögende Privatpersonen nutzen oftmals Möglichkeiten, die diese Anlageform bietet. Dabei sind die Beteiligungsmöglichkeiten durchaus vielfältig.

Auf Investitionsmöglichkeiten in geschlossene Beteiligungen treffen Anleger in verschiedenen Bereichen und Branchen. Ob Immobilien, Schifffahrt, Windenergie, Private Equity oder Venture Capital. Gerade bei Investitionsprojekten, für die viel Investitionskapital notwendig ist werden oftmals (Unternehmens- oder Projekt-)Beteiligungen angeboten. Ein Beispiel ist etwa die Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds. Hier investierst Du als Anleger in ein Portfolio diverser Immobilien. Dabei kann es sich sowohl um bereits bestehende Objekte, aber auch um die Finanzierung neuer Immobilienprojekte handeln.

Was unterscheidet geschlossene und offene Beteiligungen?

Ein Hauptunterscheidungsmerkmal ist die Handelbarkeit. Offene Beteiligungen wie beispielsweise Aktien können jederzeit an der Börse gehandelt werden. Bei geschlossene Beteiligungen ist das nicht der Fall. Diese sind in der Regel illiquide. Als Anleger kannst Du Deine Anteile unter Umständen nicht ganz so einfach und schnell veräußern, wie es etwa an der Aktienbörse der Fall ist. Durch den fehlenden aktiven Markt musst Du zunächst einen Käufe für die entsprechende Beteiligung finden. Dies geschieht oftmals über den sogenannten Zweitmarkt. Die Anzahl der Anteile ist oftmals beschränkt.

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Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist auch, dass geschlossene Beteiligungen oftmals mit viel höheren Renditen werben, als es bei anderen Anlageformen der Fall ist. Auch hier gilt der Grundsatz: Je höher die Chancen (Renditen), desto höher ist auch das Risiko!

Risiken geschlossener Beteiligungen

Auch wenn offene Investments in Aktien, Fonds oder auch ETF’s Risiken bergen, so solltest Du gerade bei geschlossenen Investments noch genauer hinsehen. Denn hier lauern weitere Risiken. Mit diesen solltest Du dich vor einer Investition in diese Anlageklasse zunächst auseinandersetzen.

Mögliche Risiken von Beteiligungen

  1. Illiquidität: Da die Anteile nicht an der Börse gehandelt werden, kann es schwierig sein, diese zu handeln, also zu erwerben und wieder zu veräußern. Das birgt ein Liquiditätsrisiko.
  2. Fehlende Transparenz: Während bei einer Investition in börsennotierte Aktien durch die regulatorischen Anforderungen eine hohe Transparenz herrscht, kann es bei geschlossenen Beteiligungen anders sein. Oftmals bist Du auf die Informationen angewiesen, die Dir das Unternehmen oder der Anbieter der Beteiligung zur Verfügung stellt.
  3. Hohes Risiko: Oftmals werden mit geschlossene Beteiligungen Unternehmen oder Projekte finanziert, die noch nicht etabliert sind. Das Risiko dass ein Projekt scheitert ist somit höher.
  4. Kein Schutz durch regulatorische Behörden: Geschlossene Beteiligungen fallen in vielen Fällen nicht unter die Aufsicht von regulierenden Behörden. Börsennotierte Unternehmen hingegen müssen gewisse Mindestpflichten zum Schutz der Anleger erfüllen.
  5. Keine Diversifikation: Investierst Du Kapital in eine geschlossene Beteiligungen, dann finanzierst Du damit im Regelfall ein bestimmtes Projekt oder Unternehmen. Innerhalb dieser Investition kann es schwieriger sein, dein Risiko durch Diversifikation zu minimieren.

      Geschlossene Beteiligungen – ein Fazit

      Eine Investition in geschlossene Beteiligungen ist nichts für jeden! Die Risiken können, je nach Projekt sehr hoch sein. Genau aus diesem Grund ist bei einer Beteiligung in diese Assetklasse auch enorm wichtig Risikostreuung zu betreiben. Solche Investments betrachte ich persönlich lediglich als Beimischung zum ausgewogenen Portfolio für kapitalstarke Anleger. Es ist also unabdingbar, sich vor einer Investition in diese Anlageklasse gründlich mit der Thematik auseinanderzusetzen, oder sich sogar mit einem Anlageberater zu unterhalten. Für Einsteiger oder Neulinge am Kapitalmarkt eignet sich eine geschl. Beteiligung nicht.

      Es erfolgt keine Anlageberatung oder Steuerberatung. Der Artikel stellt keine Empfehlung zum Kauf-, Verkauf oder Halten des Wertpapiers / Anlageinstruments dar. Es besteht ein Verlustrisiko, bis hin zum möglichen Totalverlust! Du solltest nur mit zu deiner persönlichen Situation angepasstem Kapital handeln. Zum Zeitpunkt des Artikels hält der Autor keine Anteile der vorgestellten Assets. Es wird keine Haftung für Fehler oder Irrtum im Beitrag übernommen, ebenso gibt es keine Garantie für die Vollständigkeit des Artikels. Lies auch die Risikohinweise bei Wertpapierinvestments. Es handelt sich um einen rein redaktionellen Beitrag der die persönliche Meinung des Autors wieder spiegelt.

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      Stefan von aktiengott.de

      Ich beschäftige mich seit 1995 intensiv mit Aktien, der Börse und Finanzen im Allgemeinem. Mein Wissen, das ich sowohl beruflich als auch privat erworben habe gebe ich gerne an andere weiter!

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