Inflation in Deutschland – Anstieg auf 7,3 Prozent!

Inflation in Deutschland – Anstieg auf 7,3 Prozent!

4. April 2022 0 Von Stefan von aktiengott.de

Erneut meldet das statistische Bundesamt bei der Inflation in Deutschland neue Rekordwerte. Bereits durch die teilweisen Lieferengpässe durch die Corona-Krise zogen die Preise kräftig an. Nun sorgen auch heftige Preisanstiege bei Rohstoffen wie Gas oder Benzin und Öl für weitere steigende Teuerungsraten. Hauptauslöser hierfür ist der Krieg in der Ukraine. Für Verbraucher wird das Leben spürbar teurer werden, und das nicht nur beim Tanken.

Inflation in Deutschland – Statistisches Bundesamt meldet 7,3 Prozent Teuerung

Die durch das statistische Bundesamt für März 2022 erhoben Daten zur Preisentwicklung haben es in sich. Rund 7,3 Prozent Inflation ermittelt das Amt im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das wäre der höchste Wert seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Vorjahresmonat Februar lag die Inflationsrate noch bei (nur) 5,1 Prozent.

Gründe für steigende Inflationsraten

Für die inzwischen immer stärker steigenden Inflationsraten gibt es mehrerer Gründe. Neben den Lieferengpässen, die während der Coronakrise zu steigenden Preisen für diverse Rohstoffe geführt hatten, ist der Haupttreiber der Preise aktuell der Krieg in der Ukraine.

Hohe Inflation – Abhängigkeit von Russland bei Öl & Gas

Viele westliche Staaten, allen voran europäische Länder wie Deutschland haben sich in den letzten Jahren massiv abhängig von russischem Öl und Gas gemacht. Diese Abhängigkeit rächt sich nun bitter, denn diese Abhängigkeit hat auch der Markt schnell erkannt. Die Gefahr, dass es zu einem Lieferstopp von Gas oder Öl aus Russland kommt, egal ob durch Sanktionen des Westens, oder gar durch einen Stopp der Lieferungen durch Russland, ist allgegenwärtig. Der Verbraucher muss nun beim Tanken oder beim Füllen des Heizöltanks tiefer in die Tasche greifen.

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Hohe Inflation – Abhängigkeit von der Ukraine beim Weizen

Neben den Rohstoffen sind auch die Lebensmittelpreise stark angestiegen. Die Ukraine ist einer der weltweit größten Getreidelieferanten. Durch den immer noch vorherrschenden Krieg im Land kann die Ukraine im Moment Ihren Lieferungen nicht, oder nur teilweise nachkommen. Das treibt wiederum die Preise, insbesondere für Produkte mit Weizen, wie etwa Brot.

Wirtschaftsexperten gehen indes davon aus, dass sich die Preissteigerungen noch weiter fortsetzen könnten, die Inflation in Deutschland also weiter nach oben getrieben wird. Insbesondere der Versuch, die Abhängigkeit von russischer Energie so rasch wie möglich zu beenden, dürfte insbesondere die Energiekosten weiter hoch halten. Für Strom aus erneuerbaren Energiequellen muss zunächst kräftig investiert werden, das wird sich für die Bürgerinnen und Bürger auf der Stromrechnung weiter bemerkbar machen.

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Inflation in Deutschland – Bundesregierung will Bürger entlasten

Die Bundesregierung hat angesichts der hohen Kosten für Energie inzwischen ein Entlastungspaket angekündigt. Neben steuerlichen Entlastungen soll es auch gezielte Unterstützungen für Bürgerinnen und Bürger geben.

So soll unter anderem die Energiesteuer für Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel für drei Monate gesenkt werden. Nach Berechnungen der Bundesregierung soll der Preis für den Liter Benzin um 30 Cent sinken, der Preis für Diesel um 14 Cent. Alle Haushalte sollen außerdem von einer einmaligen Energiepauschale in Höhe von 300,00 Euro profitieren. Familien mit Kind erhalten weitere 100,00 Euro pro Kind. Damit insbesondere auch die Pendler im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entlastet werden, soll es hier vergünstigte Tickets (9 Euro pro Monat) geben. Ebenso sind weitere Einmalzahlungen für Sozialhilfeempfänger geplant.

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Die Maßnahmen von FDP, SPD und Grünen im Überblick:

  • Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate
  • 300,00 Euro als einmalige Energiepauschale
  • Vergünstigte Tickets für den ÖPNV 
  • Einmalzahlung für Familien – 100,00 Euro/Kind.
  • Einmalzahlungen für Empfangende von Sozialleistungen

Fazit – Inflation in Deutschland

Solange der Krieg in der Ukraine nicht beendet ist, werden insbesondere die Preise am Energiemarkt vermutlich nicht nachgeben. Vielmehr wird der Westen, allem voran Deutschland versuchen, die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas so schnell wie möglich zu beenden. Wenn das gelingt, dann könnte das die Bürgerinnen und Bürger spürbar entlasten. Doch bis es soweit ist, verursachen Investitionen in erneuerbare Energien Kosten. Diese werden wir alle zunächst mitfinanzieren müssen.

Ob die Maßnahmen ausreichend sind, um die stark steigenden Energiepreise tatsächlich abzufedern, bleibt abzuwarten. Insbesondere die genannte Energiepauschale wird bei der Steuererklärung angerechnet, sprich die Pauschale muss versteuert werden!

Viele Firmen kündigen zudem erst jetzt an, die Preise in den nächsten Monaten anzupassen bzw. zu erhöhen. Das könnte die Inflation weiter treiben! (SF)

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