Klimapolitik der EU im Finanzsektor

Klimapolitik der EU im Finanzsektor

25. Mai 2021 0 Von Stefan von aktiengott.de

Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen der nächsten Jahre, vermutlich sogar der nächsten Jahrzehnte. Immer dann, wenn der gesellschaftliche Druck zunimmt, ruft es auch die Politik auf den Plan. Schon in den vergangenen Jahren wurde Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der Schutz der Natur in der Welt, die wir zum Leben brauchen politisch immer bedeutender! Mit anderen Worten hat sich nun auch das Thema Nachhaltigkeit in der politischen Umsetzung verfestigt. Im Folgenden findest Du ein paar spannende Informationen zur Klimapolitik der EU im Finanzsektor.

Klimapolitik der EU im Finanzsektor
Nachhaltigkeit in der politischen Umsetzung

Mit dem sogenannten Green Deal haben die EU-Länder gemeinsam kürzlich einen Plan zur Umsetzung verschiedener Klimaziele verabschiedet. Und die Ziele der EU sind durchaus ambitioniert. So soll innerhalb der Europäischen Union bis zum Jahr 2050 eine vollständige Klimaneutralität erreicht werden. Um dies zu erreichen wird unter anderem aber auch sehr viel Geld benötigt, Geld für die Finanzierung und Förderung von Klimaprojekten! Alleine hierfür wurde ein Finanzierungsbedarf von bis zu 290 Mrd. Euro pro Jahr berechnet.

Auch die Treibhausgase stehen auf der Agenda der EU. Als weiterer Schritt sollen bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden.

Auch dem Energieverbrauch selbst soll es an den Kragen gehen. Die erneuerbaren Energien wie Windkraft oder auch die Solarenergie sollen massiv ausgebaut werden. Hierdurch sollen im Ergebnis Energieeinsparungen von bis zu 32,5 % erreicht werden.

EU Ziele zur Nachhaltigkeit im Finanzsektor

Aber nicht nur die Energieträger selbst sollen einem Wandel unterzogen werden. Auch der Finanzsektor rückt in den Fokus der Europäischen Union. Künftig möchte die EU mehr darauf achten, wie ein nachhaltiges Wachstum finanziert werden kann. Der Aktionsplan der europäischen Länder sieht unter anderem vor, die Nachhaltigkeit ins Risikomanagement einzubeziehen. Des Weiteren sollen die Kapitalströme stärker auf nachhaltige Investitionen ausgerichtet werden. Verstärkt gefördert werden sollen zudem künftig die Transparenz und Langfristigkeit bei Finanztätigkeiten.

Was bedeutet die Klimapolitik der EU für den Finanzsektor?

Die EU hat bereits einige neue Regelungen erlassen beziehungsweise plant die Einführung neuer Gesetze, um auch auch den Finanzsektor nachhaltiger und klimagerechter zu gestalten. Finanzdienstleister wie Banken, Versicherungsgesellschaften, aber auch Kapitalanlage- oder Fondsgesellschaften werden sich künftig an noch mehr Regeln halten müssen, als dies bislang bereits der Fall ist.

Offenlegungs- und Transparenzverordnung (TVO)


Diese Verordnung ist bereits seit dem 1. März 2021 in Kraft und verpflichtet etwa Vermittler von Finanzprodukten auf Ihren Internetauftritten Angaben zu Nachhaltigkeitsrisiken zu machen. Es muss also auf die Auswirkungen des Investments hinsichtlich der Nachhaltigkeit hingewiesen werden.

Aufnahme von Nachhaltigkeit im Beratungsinhalt bei IDD und MIFID

Die Geeignetheitsprüfung des Kunden für Produkte gemäß IDD/MIFID soll erweitert werden. Künftig sollen die Präferenzen und Bedürfnisse des Kunden zum Thema Nachhaltigkeit Einfluss auf die Anlageempfehlung des Beraters oder Vermittlers von Finanzprodukten haben.

Taxonomie-Verordnung zur Erreichung der Klimaziele


Damit soll künftig innerhalb der Europäischen Union verbindlich festgelegt werden, welche Art von wirtschaftlichen Tätigkeiten als nachhaltig und ökologisch auch wirklich sinnvoll angesehen werden.
Dies soll ab Mitte 2022 gelten.

Während die Offenlegungs- und Transparenzverordnung (TVO) bereits seit März diesen Jahres in Kraft ist, ist das Thema Nachhaltigkeit nach IDD/MIFID in die Kundenberatung mit aufzunehmen für Mitte des Jahres 2022 geplant. Gleiches gilt für die Taxonomie-Verordnung.

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Klimapolitik der EU mit Vorteilen für den Anleger!

Die immer konkreteren Beschlüsse der EU in Sachen Klimapolitik hat nicht nur den Vorteil des Umweltschutzes. Auch wenn neue Regularien oftmals für viele eine Art Belastung darstellen, so haben diese Änderungen doch für den Anleger Vorteile.

Zum Einen wird es immer einfacher, auch Nachhaltig zu investieren. Noch heute ist es teilweise schwer, bei einem Investment vollständig zu überblicken, ob es tatsächlich ökologisch und nachhaltig ist. Das wird sich künftig vermutlich ändern, denn die Anbieter werden Ihre Produkte und auch die Beratungen noch transparenter machen müssen. Als Anleger wird Du wirklich nachhaltige Investments in Zukunft wohl einfacher finden.

Zum Anderen werden die Anbieter, also Banken, Versicherungen und auch Fondsgesellschaften Ihre Portfolios immer mehr nach Umweltkriterien ausrichten. Das Angebot dieser Anlagen wird also weiter ausgebaut. Die Vielfalt der verschiedenen Anlagemöglichkeiten erhöht sich. Das wiederum macht eine Diversifikation mit ökologischen Investments im persönlichen Portfolio noch einfacher!

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