Private Rentenversicherung als Altersvorsorge

Private Rentenversicherung als Altersvorsorge

5. Februar 2021 1 Von Stefan von aktiengott.de

Eine private Rentenversicherung ist ein Produkt, dass Du bei einer Lebensversicherung zur zusätzlichen Altersvorsorge abschließen kannst. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung entscheidest Du bei dieser rein privaten Vorsorge die Parameter für deine Ansparung selbst.

Private Rentenversicherung als Altersvorsorge – Das Produkt

Der Grundgedanke einer privaten Rentenversicherung ist, in jüngeren Jahren (regelmäßíge) Beiträge in die Versicherung einzuzahlen, um dann im Rentenalter aus dem angesammelten Kapital entweder eine Rente zu beziehen, oder sich das Kapital auszahlen zu lassen.

Für wen ist eine private Rentenversicherung besonders geeignet?

Grundsätzlich schadet niemandem eine zusätzliche Vorsorge über eine private Rentenversicherung. Nur wenige werden in der Situation sein, sich absolut keinerlei Gedanken über die Altersvorsorge machen zu müssen.

Besonders geeignet sind privaten Rentenversicherungen für diejenigen, die sich mit regelmäßigen Beitragen neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche Einnahme in Form einer lebenslangen Rente für später aufbauen wollen. Ja, Du hast richtig gehört, die Rente aus einer privaten Rentenversicherung wird bei Fälligkeit lebenslang an Dich ausgezahlt. Das Produkt eignet sich somit hervorragend, um das Langlebigkeitsrisiko abzusichern.

Zunächst klingt es natürlich nicht nach Risiko, wenn Du lange lebst. Und es soll auch hoffentlich so sein, dass wir alle möglichst lange gesund und munter unseren Lebensabend genießen können. Aber Fakt ist auch, dass die Menschen immer älter werden. In einem Beispiel möchte ich Dir aufzeigen, welche Unterschiede in einer reinen Ansparung mittels Sparbuch im Vergleich mit einer Rentenversicherung hinsichtlich des Langlebigkeitsrisikos bestehen.

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Altersvorsorge über ein Sparbuch

Stell Dir vor, Du bist 30 Jahre alt und beginnst für die nächsten 37 Jahre im Monat 100,00 Euro auf ein Spar- oder Tagesgeldkonto einzuzahlen. Sofern du die Rate durchhältst, kannst Du dich mit 67 Jahren, also zum Beginn deiner Rente über ein stattliches Guthaben von 44.400 Euro freuen. Zinsen wurden hier nicht berücksichtigt, aber im Moment erhältst Du auf Sparkonten ohnehin keine großartige Rendite.

Dieses Geld muss dann noch reichen, solange Du lebst, also im Schnitt mindestens 25 Jahre. Mit diesem Kapital kannst du dir also rein rechnerisch selbst eine monatliche Rente von 148 Euro auszahlen. Lebst Du allerdings länger, dann ist das Geld aufgebraucht, deine Rente fließt also nicht weiter.

Rechenbeispiel:
Ansparung: 100 € x 12 Monate x 37 Jahre = 44.400 € angespartes Kapital
Rentenzahlung: 44.400 € : 25 Jahre : 12 Monate = 148 € / Monat

Altersvorsorge über eine private Rentenversicherung

Anders sieht es bei einer Vorsorge über eine private Rentenversicherung aus. Auch hier sammelst Du bei einer Einzahlung von beispielsweise 100,00 Euro im Monat ein Guthaben von 44.400 Euro an. Auch hier sind zunächst keine Zinsen berücksichtigt. Allerdings legen die Versicherer das Kapital Ihrer Kunden an und versuchen langfristig attraktive Renditen zu erwirtschaften. Nachdem Versicherer weitaus größere Möglichkeiten haben, als eine reine Anlage auf Tagesgeldkonten kommt in dieser Variante im Regelfall auch noch eine jährliche Verzinsung (Deklaration) hinzu.

Nun kommt der große Vorteil: Im Vergleich zur Vorsorge über etwa ein klassisches Sparbuch zahlt dir der Versicherer die Rente aus deinem angesparten Kapital auch weiter, wenn das Geld rechnerisch schon verbraucht ist.

Das ist dann die sogenannte Absicherung des Langlebigkeitsrisikos. Es ist also egal, ob Du 90 Jahre, 95, oder gar 100 Jahre alt wirst. Der Versicherer zahlt dir die Rente weiter aus.

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