Trade Republic unterbindet Kauforders für Nokia, GameStop und weitere Aktien

Inakzeptabel
Inakzeptabel

Trade Republic unterbindet Kauforders für Nokia, GameStop und weitere Aktien. Hat die Aktion das Zeug für einen handfesten Skandal? Einige Broker, unter anderem auch der NeoBroker Trade Republic haben Ihre Nutzer heute informiert, dass Sie die Möglichkeit einer Kauforder für diverse Aktien wie GameStop, AMC Entertainment, Nokia, BlackBerry, und Bed Bath & Beyond sperren. Wohlgemerkt lediglich die Kauforders wurden gesperrt, nicht aber der gesamte Handel wurde gestoppt.

Begründet wurde das Vorgehen im Falle von Trade Republic mit den enormen Kursschwankungen und den damit für den Aktionär verbundenen Risiken.

Ist es rechtmäßig, wenn Broker nur den Kauf einschränkt? Börsen und Handelssysteme unterbinden beispielsweise den gesamten Handel mit Wertpapieren, wenn die Volatilität eine bestimmte Grenze überschreitet. Dann ist der gesamte Handel mit einem Papier unterbunden, damit der Kurs sozusagen „zur Ruhe“ kommen kann.

Es kann also eine durchaus berechtigte Frage sein, ob es rechtmäßig ist, wenn der Handel zu Lasten der Shareholder eingeschränkt wird. Schließlich stehen dann den Verkäufern keine oder nur noch weniger Käufer zur Verfügung. Das impliziert meines Erachtens gerade zu fallende Kurse. Und genau das ist es ja, vor dem die Broker den Anleger vermeintlich schützen wollen. Man könnte sich sogar die Frage stellen, ob diese Vorgehensweise nicht sogar den Shortsellern in diesen Aktien unter die Arme greift, zu Lasten anderer Aktionäre.

Trade Republic unterbindet Kauforders für Nokia, GameStop und Co.! Keine rechtliche Einschätzung

Nachdem ich kein Rechtsexperte oder Jurist bin kann ich natürlich nicht abschließend beurteilen, ob das Vorgehen diverser Broker rechtmäßig ist. Aber als Betroffener Depotinhaber mit Beständen in den jeweiligen Aktien wäre es eine Überlegung, diese Frage zumindest an den jeweiligen Broker zu adressieren, mit der Bitte um eine entsprechende Stellungnahme.

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Trade Republic unterbindet Kauforders für Nokia, GameStop und Co.! Auszug dem Anschreiben an meinen Broker:

Sehr geehrte Damen und Herren, 

Sie haben heute mitgeteilt, dass Sie den Kauf diverser Aktien gesperrt haben. Als Begründung hierfür nennen Sie die hohen Kursschwankungen und die damit verbundenen Risiken. 

Bitte teilen Sie mir mit, auf welcher gesetzlichen Grundlage Sie reine Kauforders für diverse Wertpapiere, in meinem Fall für die Aktie von Nokia sperren. 

Durch die reine Sperrung der Kauforder, nicht aber der Verkaufsorder können nur noch Verkäufe der betroffenen Aktie am Markt platziert werden. Dies könnte möglicherweise dazu geführt haben, dass die betroffenen Aktien fallen. Sie greifen als Broker hierdurch meiner Meinung nach unverhältnismäßig und willkürlich zu Lasten des Aktionärs in den Markt ein.  

Folgt man Ihrer Begründung, Risiken für Anleger minimieren zu wollen hätte gegebenenfalls verhältnismäßig sein können, neben Kauforders  auch Verkaufsorders für eine bestimmte Zeit in dem entsprechenden Wertpapier nicht zuzulassen. In dieser Art und Weise verfahren im Übrigen Börsen und Börsensysteme regelmäßig bei extremer Volatilität zum Schutz von Anlegern. Dieses Verfahren gilt aber niemals einseitig nur für eine Art der Aktienorder, sondern immer für den gesamten Handel mit dem entsprechenden Wertpapier. 

Dadurch dass Trade Republic nur die Kaufmöglichkeit einschränkt greifen Sie meiner Meinung nach unrechtmäßig und unverhältnismäßig in das Marktgeschehen ein und Sie könnten dadurch fallende Kurse der jeweiligen Aktie förmlich provozieren, weil Verkäufern keine bzw. weniger Käufer zur Verfügung stehen.

Ich bitte Sie um Aufklärung und entsprechender rechtlicher Begründung für Ihr Vorgehen. 


Mit freundlichen Grüßen
XYZ

Der Auszug an den Broker darf gerne unter Angabe der Quelle kopiert und geteilt werden. Für diese Textpassage gilt ausdrücklich mein Verzicht auf das Copyright. Dies gilt nur für die dargestellte Textpassage an den Broker. Keine Haftung für Inhalt, rechtliches oder sonstige Causalität. Es handelt sich lediglich um ein Textbeispiel.

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Disclaimer, Haftungsausschluss, Interessenkonflikt

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