Aktien, Fonds, ETFs – Warum Diversifikation im Depot wichtig ist!

Risikominimierung Diversifikation
Risikominimierung Diversifikation

Erfahrene Börsenprofis werden es vermutlich bestätigen. Wer langfristig an der Börse erfolgreich anlegen möchte, der sollte sich auch Gedanken über die Diversifikation seines Depots machen. Natürlich lässt sich auch mit dem ein oder anderen Einzelinvestment kurzfristig Geld verdienen, manchmal sogar sehr schnell. Wenn Du aber einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont verfolgst, dann macht es durchaus Sinn auf eine gesunde Auswahl mehrerer Wertpapiere zu setzen. Warum Diversifikation im Depot so wichtig ist und welche Möglichkeiten es für die Streuung deines Vermögens gibt erfährst Du hier.

Was bedeutet Diversifikation im Depot und warum ist sie wichtig?

Mit Diversifikation ist die Streuung deines Depot- oder Anlagevermögens auf verschiedene Assetklassen. Aktien, Rohstoffe, Immobilien aber auch Anleihen spiegeln jeweils eine Assetklasse wieder. in einem diversifiziertem Portfolio befinden sich also immer mehrere Wertpapier aus unterschiedlichen Anlageklassen.

Der Sinn dahinter liegt eigentlich auf der Hand. Durch die Aufteilung Deiner Anlagen in risikoreiche, moderate und risikoärmere Anlagen trägst du dazu bei, dein Depot weniger schwankungsanfällig wird. Der Grund für die geringeren Schwankungen ist, dass verschiedene Anlageklassen nicht immer eins zu eins mit einander korrelieren. Anleger, die in Ihrem Depot nur stets gleichlaufende Wertpapiere halten werden bei einem Börsencrash maximal getroffen, denn der Verkaufsdruck ist für alle Positionen im Depot etwa gleich groß.

Hast Du aber die Anlagen in deinem Depot gestreut und in verschiedene Assets aufgeteilt, so dürfte Dein Depot in Summe geringere Schwankungen aufweisen also ohne eine Streuung. Die Volatilität (=Schwankungsbreite) nimmt ab.

Exkurs Korrelation von Wertpapieren

Unter Korrelation versteht sich die Abhängigkeit zweier Assetklassen bzw. Wertpapiere voneinander. Bei einer Korrelation von 1 würden sich die zwei Wertpapiere beispielsweise bei Kursschwankungen exakt gleich verhalten. Fällt der Kurs des einen Wertpapiers um 3 Prozent, so würde auch der Kurs des zweiten Wertpapiers um 3 Prozent fallen. Die Korrelation ist identisch, es besteht sozusagen ein Gleichlauf.

Diversifikation im Depot nicht nur über verschiedene Assetklassen betreiben

Diversifikation innerhalb einer Assetklasse

Ein diversifiziertes Depot kannst Du aber nicht nur über die reine Aufteilung der Assetklassen erreichen. Es kann durchaus Sinn machen, auch innerhalb einer Assetklasse eine Streuung vorzunehmen. Eine mögliche Differenzierung innerhalb einer Assetklasse könnte etwa sein, neben einem Versorger (zum Beispiel E.ON oder RWE) auch einen eher zyklischen Wert mit ins Depot aufzunehmen.

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Zyklische Werte laufen oftmals mit dem Konjunkturzyklus, während Versorgerwerte eher unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen sind. Strom eines Versorgers wird auch in einer wirtschaftlichen Rezession nachgefragt, während die Nachfrage nach Automobilen eher rückläufig ist.

Diversifikation durch verschiedene Branchen

Eine weitere Möglichkeit, das Risiko im Depot zu reduzieren ist eine Streuung nach verschiedenen Branchen. Auch wenn es gerade noch so lukrativ erscheint in alle möglichen Wasserstoff und Green Energy Aktien zu investieren, Sinn macht das für einen mittel- bis langfristig orientieren Anleger in den meisten Fällen nicht. Kehrt die Summe der Anleger der Wasserstoff-Branche den Rücken, so könnte dein ganzes Depot negativ in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch hier macht eine Beimischung anderer Branchen durchaus Sinn. Eine Aktie die etwa gegensätzlich zu Wasserstoffaktien korreliert könnte dann als mögliches “Auffangnetz” dienen. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen alle Branchen und alle Assets fallen, aber das ist nicht die Regel.

Diversifikation durch verschiedene Länder

Auch die geographische Lage deiner Investments kann durchaus eine Rolle spielen wenn es darum geht die Risiken in deinem Portfolio anders zu verteilen. Bist Du nur in einem Land bzw. einer Region investiert machst Du dich abhängig von den dortigen wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten. Ein ausgewogenes Portfolio nutzt Anlagechancen in mehreren Ländern oder Regionen, zumindest als Beimischung. Aber auch hier gilt: Investiere nur in Wertpapiere von Ländern, die für ein Investment auch transparent sind. Auch wenn die Nachrichtenwelt sehr gut vernetzt ist dringt manchen Regionen kaum Newsflow zu uns nach Deutschland. Eine Anlage in diesen Ländern ist daher nur selten ratsam. Schließlich möchtest Du auf News zu deinem Investment gegebenenfalls auch schnell reagieren können.

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Fazit – Diversifikation im Depot

Es gibt natürlich weitaus mehr Wege Geldanlagen zu streuen. Neben der oben genannten bestehen zum Beispiel Möglichkeiten von Immobilienanlagen, Kryptowährungen, Sparkonten oder Beteiligungen. Auch Dividendenaktien mit regelmäßigen Ausschüttungen können eine gute Beimischung für das Portfolio sein. Am Ende des Tages ist jedoch eines entscheidend: Nicht alles auf eine Karte setzen! Auch wenn eine Streuung der Anlagen in deinem Portfolio nicht gänzlich vor Verlusten schützen kann, so kann sie doch dabei helfen zumindest die Schwankungen deines Gesamtvermögens zu reduzieren. Diversifikation ist ein Instrument der Risikominimierung. Der ein oder andere Anleger kann so einfach besser schlafen!

Disclaimer, Haftungsausschluss, Interessenkonflikt

Es erfolgt keine Anlageberatung. Der Beitrag keine Empfehlung zum Kauf-, Verkauf oder Handel der vorgestellten Wertpapiere / Anlageinstrumente dar, es handelt sich lediglich um einen journalistischen Beitrag der die persönliche Meinung des Autors widerspiegelt. Es besteht immer auch ein Verlustrisiko, bis hin zum möglichen Totalverlust! Handele nur mit zu Deiner persönlichen Situation passendem Kapitaleinsatz.  Keine Haftung für Irrtum, Inhalte oder Unvollständigkeit im Beitrag. Bitte lies auch den Risikohinweis bei Wertpapieren.

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